Ein Beruf aus Leidenschaft: Heilpflegerin, Krankenschwester

Das Rote Kreuz ist eine Erfindung des Krieges. Es brauchte nicht nur Ärzte, sondern vor allem viele unermüdliche Helferinnen.

Die Geschichte des Krankenpflegeberufs reicht von der frühesten Versorgung von Kranken durch Familienmitglieder über die Organisation durch religiöse Orden bis hin zur Professionalisierung im 19. Jahrhundert, die durch die Gründung von Pflegeschulen wie der von Agnes Karll in Deutschland 1903 vorangetrieben wurde. Der Beruf wurde in Deutschland erst 1957 rechtlich als Krankenpflegeberuf verankert und hat sich seitdem durch Gesetze wie das Krankenpflegegesetz von 1985 weiterentwickelt.
Aber wie hat es begonnen? Konnte zu Anfang des 20. Jahrhunderts ein Mädchen diesen Beruf ergreifen, noch dazu ein mittelloses Dorfmädchen? Mitnichten. Erst der Weltkrieg schuf eine Plattform für den Einsatz vieler Frauen und Mädchen, die sonst nicht zu diesem Beruf gekommen wären.
Die Geschichte des Roten Kreuzes begann 1859 nach der Schlacht von Solferino, als der Schweizer Henri Dunant von dem Leid der verwundeten Soldaten entsetzt war. Sein Gedanke, Hilfe unabhängig von der Kriegspartei zu gewähren, setzte sich schnell durch, und so wurde 1864 die Genfer Konvention unterzeichnet und ab 1867 in vielen Ländern eigene Rot-Kreuz-Organisationen gegründet, ab 1876 darüber hinaus Roter-Halbmond-Organisationen.

Ich lese für Sie aus den Romanen der Riesengebirgs-Saga, die unter anderem die Entwicklung der jungen Helene von der Putzfrau in einer Arztpraxis zu einer resoluten Krankenschwester und Stationsleiterin schildern.

Auf Wunsch trage ich bei den Lesungen ein historisches Krankenschwester-Outfit.